In Anerkennung der Höchstleistungen von spezialisierten Fotografen verneigt man sich gerne vor den Größen in der Geschichte. Ohne Namen zu nennen, haben die Grandseigneurs der Fotografie ihre und die Geschichte der Menschheit der letzten 150 Jahre festgehalten. Sich heute als Fotograf durchzusetzen, bedeutet, sich in Sphären bekannter Menschen aufhalten zu dürfen. Wer Prominente inszeniert, der hat ganz klar Vorteile. Ein Name sei erwähnt: Anne Leibowitz.
Mein Werdegang bis zum Leiter einer Werbeagentur hat mich immer wieder mit Spitzenfotografen zusammengebracht. Ganz besonders war ich von John Eastcott fasziniert. John und seine Frau haben jahrelang die Mustangs in den Vereinigten Staaten von Amerika beobachtet und für die Geschichte festgehalten.
Esprit
Ganz und gar unschrill und unfarbig, aber in einer „unheimlich behaglichen Welt“ haben wir uns gefunden. Mary und Drew, unsere Bekannten aus Elgol, Schottland, hatten zu einer Shed-Party geladen. Das ist absolut unspektakulär. Gäste des Dorfes und ihre Bewohner treffen sich dabei in einer gut beheizten Scheune. Jeder bringt seinen eigenen Stuhl mit und so entwickelt sich nach und nach eine Runde, die immer größer wird. Drew reichte dann auch noch schottischen Whisky, was die Gespräche schnell befeuerte und philosophisch werden ließ. In einer Welt aus deutschem, gebrochenem Englisch und schottischen Akzenten entwickelte sich das Gefühl von Verantwortlichkeit für Mensch und Natur.
John Eastcott kam später. Mit seiner Frau ist er bekannt für großartige Landschafts- und Tierwelt-Fotografien. Viele einzigartige Momente hatte er geschaffen für den National Geographic. Wie es der Zufall so wollte, so kamen auch wir ins Gespräch. Und er fragte, warum ich fotografiere. Eine unvermittelte Frage, die mich im Dunste der vielen „Juras“ heftig nachdenken ließ … und die erste Hürde zu nehmen, sagte ich: „I don’t know. But I know, it’s not for me. I can reach people with my pictures…“.
Jura
John meinte: „Frank, we, the photographers of the world, are responsible for our Environment“. Das war der Einstieg in ein langes Gespräch, das ich trotz Jura-Handicap mit ihm führte. Der Flug der Sandpipers inspirierte den weltweit operierenden Fotografen und seine Frau, Yva Mamatiuk. Er führte fort, dass dieser Vogel ihn inspiriert hatte. Im Formationsflug, im Chaos des Schwarms verbleiben die schwächeren Tiere. Sie werden geschützt durch den variierenden Flug der Außentiere. Von denen jeder, mit seinem Augenpaar ausgestattet, einen anderen Teil des Himmels nach Feinden absuchen konnte. Der Mensch, als Schwarm gesehen, hat diese Funktion der Warnung in der Evolution vergessen. Wir warnen uns nicht über uns selbst. Die Natives, die ursprünglichen Stämme Amerikas, lebten im Einklang mit der Natur. Der moderne Mensch tut dies nicht.
Die Aufgabe eines beseelten „Photographers“
„Ich weiß nicht, ob es schon zu spät ist.“ Sagte John Eastcott. „Aber ich denke, dass wir, die Menschen erreichen können, ihnen erzählen müssen, dass die Erde unsere Geschwindigkeit nicht mitgehen wird. Er forderte mich (hier traf er auf fruchtbaren Boden) auf, diese eindrückliche Nachricht weiter zu verbreiten.
Manchmal habe ich diese Geschichte bereits erzählt. Der Schwarmflug des „Sandpipers“ ist damit ein Teil meines Lebens geworden. Und die Erkenntnis: Die Menschen zerstören das, was sie haben, systematisch. Aber sie träumen von fernen Planeten. Unabhängig von politischen Einstellungen und Machtgefügen, müssen wir einzelne Menschen, uns Einhalt gebieten. Wir, Menschen, die andere Menschen mit Kunstformen erreichen, sollten dafür sorgen, dass der Sinneswandel eintritt.
Fazit
Auch im „Stillen“, auch im „Leisen“ passieren Leistungen, die für viele Menschen großartig sind. So folgen fast 10.000 Follower meinen Aufnahmen auf Facebook. Tausende haben meine Kalender gekauft (hierzu auch ein Link). Und Hunderte folgten schon Ralf Metzdorfs und meinen Worten, wenn wir unsere Exkursionen in Nordschottland vermitteln.
Fotografie muss „sitzen“. Der „Schuss“ muss auf dem Punkt sein. Als Leiter einer Werbeagentur trage ich Verantwortung dafür, dass die/der richtige Fotograf für Sie Ihr Produkt mit seinem Talent bestmöglich ablichtet. Meine Erfahrung und sehr viele Kontakte ermöglichen uns als Unternehmen, diese Bildwerte zu definieren und auf Wunsch bereits vor dem „Schuss“ die Qualität zu garantieren.
Frank Heumann